Unter den Bildern auf der hier in Betracht kommenden
Felswand bei Argoa, Abb. 302, befinden sich in der Tat
fünf Priesterfiguren, obgleich die fünfte (unten am Felsen)
undeutlich ausgeführt ist. Der am weitesten links stehende
Priester, Abb. 303, mit dem hohen Aufbau auf der Kopfbe-
deckung gleicht vollkommen dem auf der Abb. 100. Die
drei anderen sind so gezeichnet, dass man am ehesten anneh-
men möchte, dass der weite Mantel wie ein Kopftuch auch
den Kopf und den ganzen Hut bedeckt; Abb. 304-306. —
Von den beiden bewaffneten Männern stellt Abb. 307 den
Bogenschützen in der Mitte der Zeichnung dar. Seine Kopf-
bedeckung läuft nach oben in eine deutliche Spitze aus und
soll offenbar einen Helm darstellen, wie die Kopfbedeckun-
gen auf dem Suljekfelsen, Gruppe I, obgleich hier der dort
gewöhnliche Helmbusch fehlt. (Vergl. Zusatz N:o 4). — Die
grosse Figur zu unterst links von dem zweiten Krieger, dürfte
als ein Baum mit Wurzeln, Zweigen und einem breiten Gipfel
zu deuten sein.
Unter den Abklatschen aus Argoa befindet sich eine in-
teressante Gruppe, die im Reisebriefe nicht erwähnt wird und
deren Lage auf dem Berge nicht angegeben ist. Sie besteht
aus zwei Reitern mit gespanntem, obgleich undeutlich ausge-
führtem Bogen. Die kräftige Haltung der Männer zeugt von
der künstlerischen Auffassung des Zeichners. Obgleich auf
keinem der beiden Pferde ein deutlicher Sattel gezeichnet ist,
scheint ein solcher doch gedacht zu sein, da auf beiden Bil-
dern hinter dem Reiter ein aus Gitterwerk bestehender Sattel-
korb dargestellt ist. Rechts von dieser Gruppe steht ein
Priester mit schleppendem Mantel, dessen Kopf aber zerstört
ist. Wahrscheinlich nach Ausführung dieser Bilder sind auf
dieselbe Stelle und zum Teil über die ersteren mit kräftig
vertieften Linien der untere Teil eines Mannes und zu unterst
drei Tiere eingeritzt worden, deren Hörner mit sehr feinen
Linien angedeutet sind. Abb. 308.