52)Zusatz N:o 52.



  Unter den Bildern auf der hier in Betracht kommenden Felswand bei Argoa, Abb. 302, befinden sich in der Tat fünf Priesterfiguren, obgleich die fünfte (unten am Felsen) undeutlich ausgeführt ist. Der am weitesten links stehende Priester, Abb. 303, mit dem hohen Aufbau auf der Kopfbe- deckung gleicht vollkommen dem auf der Abb. 100. Die drei anderen sind so gezeichnet, dass man am ehesten anneh- men möchte, dass der weite Mantel wie ein Kopftuch auch den Kopf und den ganzen Hut bedeckt; Abb. 304-306. — Von den beiden bewaffneten Männern stellt Abb. 307 den Bogenschützen in der Mitte der Zeichnung dar. Seine Kopf- bedeckung läuft nach oben in eine deutliche Spitze aus und soll offenbar einen Helm darstellen, wie die Kopfbedeckun- gen auf dem Suljekfelsen, Gruppe I, obgleich hier der dort gewöhnliche Helmbusch fehlt. (Vergl. Zusatz N:o 4). — Die grosse Figur zu unterst links von dem zweiten Krieger, dürfte als ein Baum mit Wurzeln, Zweigen und einem breiten Gipfel zu deuten sein. Unter den Abklatschen aus Argoa befindet sich eine in- teressante Gruppe, die im Reisebriefe nicht erwähnt wird und deren Lage auf dem Berge nicht angegeben ist. Sie besteht aus zwei Reitern mit gespanntem, obgleich undeutlich ausge- führtem Bogen. Die kräftige Haltung der Männer zeugt von der künstlerischen Auffassung des Zeichners. Obgleich auf keinem der beiden Pferde ein deutlicher Sattel gezeichnet ist, scheint ein solcher doch gedacht zu sein, da auf beiden Bil- dern hinter dem Reiter ein aus Gitterwerk bestehender Sattel- korb dargestellt ist. Rechts von dieser Gruppe steht ein Priester mit schleppendem Mantel, dessen Kopf aber zerstört ist. Wahrscheinlich nach Ausführung dieser Bilder sind auf dieselbe Stelle und zum Teil über die ersteren mit kräftig vertieften Linien der untere Teil eines Mannes und zu unterst drei Tiere eingeritzt worden, deren Hörner mit sehr feinen Linien angedeutet sind. Abb. 308.

Abb. 295-296. Seite 56