9)Zusatz N:o 9.



 Bei dem Uluss Kostischewo am rechten Ufer des Ak-Jus (des Weissen Jus)-Flusses wurden unweit der Michailowsker Fähre zwei Steine abgezeichnet. Von dem einen, der 2,50 m hoch war, gebe ich hier nur die Figur Abb. 106 wieder. Der andere, 1,60 m hoch, ist in Abb. 107 veranschaulicht. Der gehörnte Hirschkopf und die anderen kleinen Figuren sind eingeritzt, die übrigen eingehauen.

 1 Werst nördlich von Kostischewo trafen wir an einem Grabe die Steine Abb. 111 und Abb. 112 an, beide mit grob eingehauenen Figuren.

 7 Werst südlich von Farpus (Soljanoserskaja) oder nach dem Dorfe Sonskaja zu fanden wir 200 m links vom Wege einen 1,50 m hohen, mit einem Gesicht verzierten Steinpfeiler, dessen oberer Teil oberhalb der Stirn abgebrochen war, Abb. 108. Das Gesicht ist im Relief auf der östlichen Schmalseite angebracht; Tätowierstreifen fehlen; die Augen sind durch runde Grübchen bezeichnet und zwischen ihnen befindet sich mitten auf der Stirn ein drittes Grübchen. Diese dritte Figur, die immer in derselben Weise wie die Augen entweder als ein Grübchen oder ein Kreis erscheint, nenne ich im Folgenden der Kürze halber Auge. In der Gegend der Schläfen sind beiderseits die Anfänge der Hörner und Ohren sichtbar. Mitten auf die Brust ist ein kleiner Kreis eingehackt.

 7½ W in derselben Richtung von Farpus befindet sich links vom Wege eine lange Reihe von Pfeilern. Hier bildeten wir die Steine Abb. 109 und 110 ab. Auf der östlichen Schmalseite des erstgenannten ist ein Gesicht in Relief ohne Zutaten, und an dem schrägen oberen Ende des Steine s sind krumme eingehackte Striche. Das Profil des Gesichtes zeigt Abb. 109 b. Der Stein ist mannshoch.

 Der andere abgezeichnete, ein wenig kürzere Stein war umgefallen und in zwei Teile gebrochen. Auf der einen Breitseite war mit gehackten Strichen ein Halbkreis dargestellt, eine Stirn mit drei Augen und mit Ochsenhörnern an den Ecken, Abb. 110.

 Zwischen den Ulussen Targashul und Werchne-Dolgi-Majak wurden die Steine 113 und 114 abgebildet. Der erstere, auf dessen südlicher Breitseite sich sechs Kreise mit Mittelpunkt befinden, ist 3,50 m hoch. Der letztere ist nur 1 m hoch; in seine östliche Schmalseite sind drei halbkreisförmige und ein doppeltes Ɛ-förmiges Zeichen eingehauen, zwei Ornamente, denen wir später oft auf Steinpfeilern und Felsen begegnen werden.

 In der Nähe vom Uluss Werchne-Dolgi-Majak lag ein viereckiges Grab mit vier Steinpfeilern, von welchen der nordwestlichste, Abb. 115, (auf dem Grundriss mit a bezeichnet) ung. 80 cm hoch war. Auf seiner südlichen Breitseite waren mit tief eingehackten Strichen Schultern, Gesicht und Haar eines Menschen abgebildet; das letztere war mit 16 strahlenförmig auslaufenden Strichen bezeichnet.

 Als wir uns weiter nach Süden zum Jerbafluss begaben, trafen wir bei dem Dorfe Suchaja-Jerba ein Grab, Abb. 116, mit 7 Steinpfeilern von wechselnder Grösse an. Abb. 117 zeigt die nördliche Breitseite des Steines a. Stein b, Abb. 118, an demselben Grabe ist 2 m breit und c. 0,50 m hoch; Figuren auf der Südseite des Steines.

 Bei demselben Dorfe stand an der Südostecke eines anderen Grabes (Abb. 119) ein beinahe 2 m hoher und ebenso breiter Stein, Abb. 120 (auf dem nebenstehenden Grundriss mit 1 bezeichnet), auf dessen südliche Breitseite der Kopf eines Reptils (eines Drachen) mit offenem Rachen, Auge und zwei Ohren sowie der halbe Körper eingehackt waren; neben dem Reptil zwei Menschen mit dem Kopf nach unten.