Abb. 128 zeigt das Grabfeld auf dem Berge Krasnij-Kamen. Von einigen hier befindlichen Steinhaufen entwarf ich Grundrisse, Abb. 129. Sie sind rund mit einem Durch- messer von 5-10 m und 0,50-1 m hoch; in der Mitte gewöhnlich eine von Schatzgräbern herrührende Vertiefung. Rings um die Peripherie der Hügel stehen Steinpfeiler mit der Breitseite beinahe immer ebenso orientiert wie die Steinpfeiler der viereckigen Gräber oder von SW nach NO. Die Steine 130 und 131 standen an einem solchen Grabe einander gegenüber, beide mit eingehackten Bildern. Der erstere, den Aspelin erwähnt (Abb. 130), ist 2,05 m hoch, 0,65 m breit und 0,20 m dick. Auf der Schmalseite ein Gesicht in Relief, der Mund zum Lachen verzogen. Auf dem oberen Teile der einen Breitseite des Steines sind undeutbare Figuren zu sehen, etwas tiefer ein menschliches Gesicht und unter diesem ein galoppierendes Pferd (?). Der Stein Abb. 131 ist 2,50 m hoch, 0,83 m breit und 0,16 m dick. Verglichen mit den Bildern auf einigen anderen Grabsteinen ( Abb. 105, Abb. 110, Abb. 144, Abb. 152, Abb. 154 u.a.) dürften die Figuren dieses Steines ein Gesicht darstellen, nämlich von unten nach oben gesehen: den Mund, drei tätowierte Streifen, die Nasenlöcher und drei Augen. Die oberhalb des rechten und des linken Auges sich ringelnden Furchen dürften Hörner andeuten. Neben dem linken Horn ist, wahrscheinlich um eine leere Stelle auszufüllen, der Hals und der Kopf eines gehörnten Hirsches eingehackt worden, welches Motiv auf der rechten Seite fehlt. Oberhalb des Gesichtes sind drei Halbkreise und am Scheitel des Steines zwei Ochsen, die zwischen sich an einer Deichsel einen Pflug ziehen, dargestellt. Um beide Zugtiere und den Pflug sichtbar zu machen hat der Künstler diese Gruppe als von oben gesehen gedacht, dennoch aber die beiden Ochsen im Profil die Rücken gegeneinander und auch die Pflugschar von der Seite gesehen abgebildet.