23)Zusatz N:o 23.



  Nachdem ich ungefähr 5 Werst von Askys auf dem rechten Ufer des gleichnamigen Flusses einige kleinere Bildergruppen (eine derselben Abb. 217) abgezeichnet hatte, fanden wir auf der »Gräbersteppe» einen Stein, auf welchem ein Mann dargestellt ist, der mit einer Axt oder einer Spitzhacke ein Wildschwein erschlägt. Ausserdem finden sich hier zwei andere unvollständige Wildschweine, ein Pferd (?) und 16 Kreise, die wahrscheinlich zu Opfergrübchen vertieft werden sollten, Abb. 218.

  Der »Kurtjaktas» genannte Stein Abb. 219, befindet sich 7 Werst nördlich vom Dorfe Ust-Jes (= Sagaisk). Er ist 1,80 m hoch; sein im Erdboden steckender Teil ist schmaler zugehauen. Auf dem oberen Teil des Steines ist ein nach Nordost blickendes Reliefgesicht, das von einem vertieften Kreis umgeben ist, und darunter ein durch Weghacken der umgebenden Fläche gebildete Erhebung. Nach M. A. Castren sollen auf diesem Steine auch weibliche Brüste und eine Art Kopfbedeckung dargestellt gewesen sein, doch war hiervon nichts mehr zu merken. Vom »Kurtjaktas» aus ist das Bild des Grabes Abb. 220 gezeichnet.

  In diesem Zusammenhang mag ein Stein erwähnt sein, von welchem wir erst nach unserer Rückkehr aus Monok Kenntnis erhielten (vrgl. S. 21). Er steht auf der selben »Gräbersteppe», 3 Werst nordöstlich vom Uluss Apak und ist 0,90 m hoch, am Boden ebenso breit und ungef. 0,20 m dick. In die nach Nordost gerichtete Schmalseite ist ein menschliches Gesicht in flachem Relief eingemeisselt, Abb. 221 a, b.

  Von der ersten Gräbergruppe am Wege von Kurtjaktas nach Ust-Jes wurden von uns zwei gut erhaltene Gräber mit Steinpfeilern (Abb. 222 und Abb. 223) sowie folgende andere Gräber und Grabsteine abgebildet, nämlich der Stein 224 und das Grab 225 mit einem mannshohen Steinpfeiler (a) Abb. 226, auf dessen östlicher Schmalseite vielerlei Zeichen zu sehen sind. Die anderen Bildsteine sind sehr breite und niedrige Randsteine, die alle auf den Grundrissen der Gräber, an denen sie stehen, mit a bezeichnet sind. Von ihnen mögen erwähnt sein der Stein Abb. 228 am Grabe Abb. 227, auf dessen östlicher Breitseite u. a. zwei Bogen zu sehen sind; der Stein Abb. 230 (die nördliche Breitseite) am Grabe Abb. 229 und der Stein Abb. 232 (östliche Breitseite) am Grabe Abb. 231.