25)Zusatz N:o 25.



 Der erwähnte Steinpfeiler, Abb. 237, ist ein wenig krumm und im Querschnitt oval. In seinem oberen Teil ist ein nach Osten gewendetes menschliches Reliefgesicht ohne irgend welche symbolische Zusätze hervorgemeisselt. In der Gegend des Ohrs sind zwei Kreise sichtbar, welche an die in den Gräbern gefundenen Schläfen» oder Ohrringe erinnern (vrgl. Monok Grab II Abb. 246). Unter dem Gesicht ist ein grosser Doppelkreis mit Strahlen und darunter ein Reliefgebilde (Phallos?).

 Eine kurze Strecke von diesem Stein liegt auf einem Hügel, auf welchem jetzt die Tataren ihren Begräbnisplatz haben, ein viereckiges Grab, Abb. 238, mit einem Steinpfeiler, Abb. 239, auf dessen südlicher Breitseite sechs Tierbilder zu sehen sind. Bei den drei unteren Tieren ist die ganze Fläche des Körpers vertieft, während die Körper der drei anderen teils mit Gitterlinien bedeckt sind, teils an den Schultern und Schenkeln eine Spirale haben.

 Neben diesem Pfeiler steht ein einzelner Stein, in dessen nördliche Breitseite eine grosse schalenförmige Vertiefung und an drei Stellen konzentrische Kreise (2 beziehungsweise 3 und 4) eingehackt sind. Abb. 240.

 Ungefähr 5 Werst von Ust-Jes nach Monok zu (genauer habe ich diese Stelle nicht in mein Notizbuch eingetragen) trafen wir einen einzelnen im Querschnitt viereckigen Steinpfeiler an, auf dessen Ostseite einige Zeichen eingehackt waren, welche an die von uns gesuchten Altaischriftzeichen erinnerten, Abb. 241.